WorldMUN Delegate Report 2017

Bericht der HanseMUN-Delegation über die Harvard WorldMUN-Konferenz 2017

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An der diesjährigen Harvard World Model United Nations Conference nahm eine zwölfköpfige Delegation der Hanseatic Model United Nations aus Hamburg teil. Die Konferenz fand dieses Jahr vom 12.-18.03.2017 in Montreal, Kanada, unter dem Motto “Where Worlds meet and Cultures Unite” statt. In diesem Jahr betrug die Teilnehmerzahl 2400 Studenten, die aus aller Welt angereist kamen. Für die WorldMUN wurde eine gesamte Etage des hochmodernen Palais des Congres im Herzen Montreals angemietet. So konnten alle Komitees Tür an Tür stattfinden, das gesamte Konferenzleben hat sich auf einen Punkt konzentriert, was wir als sehr angenehm empfunden haben. Durch die zentrale Lage waren wir täglich innerhalb von zehn Minuten Fußweg von unserer Unterkunft am Kongresspalast.

Teile der Delegation auf dem Mount Royal
Teile der Delegation auf dem Mount Royal

Die Konferenz begann traditionell am Sonntag mit der “Night Zero” im Montreal Science Center. Dabei hatten wir die Gelegenheit, vorab andere Delegierte kennenzulernen und in lockerer Atmosphäre auch die Delegierten aus dem eigenen Komitee kennenzulernen. Am darauffolgenden Montag wurde die Konferenz dann offiziell bei der Opening Ceremony eröffnet. Zu den Rednern gehörten z. B. David Morley, Präsident von UNICEF Canada, oder Christine St-Pierre, Ministerin für Internationale Beziehungen für Quebec. Sie alle betonten, wie wichtig es für den politischen Nachwuchs sei, sich frühzeitig auch auf globaler Ebene zu engagieren, und dass Veranstaltungen wie die WorldMUN dafür prädestiniert seien, die eigenen Fähigkeiten auf diesem Gebiet auszubauen. Am Tag darauf ging es dann endlich mit den Sessions in den Komitees los.

Offizieles Delegations Foto
Offizielles Delegationsfoto: es fehlen Eliana Glogauer und Daniel Gindis

In diesem Jahr haben wir die Republik Kolumbien vertreten. Mit jeweils zwei Delegierten waren wir in verschiedenen Komitees, zwei unserer Delegierten waren jeweils einzeln auch in sogenannten “Crisis Committees”, in denen abweichend von den gewöhnlichen Rules of Procedure in formloserer Weise ein Thema diskutiert wird.

Finn bei seiner Rede
Unser Delegierter Finn Kordes während einer Rede

Der überwiegende Eindruck unserer Delegation war, dass die Delegierten bei dieser Konferenz wieder eine ausgesprochen hohe Bereitschaft zeigten, sich auf die Themen zum einen sehr detailliert vorzubereiten, aber auch zum anderen während der Konferenz teilweise bis tief in die Nacht an Lösungsvorschlägen zu arbeiten. So standen am Ende in vielen Komitees beeindruckende Resolutionen, deren Zustandekommen man in der kurzen Zeit kaum vermutet hätte.

Lunch
Teile unserer Delegation während einer Sessionpause

Und am Ende können wir auch noch erfreuliche Nachrichten verkünden. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte konnten Delegierte der Hanseatic Model United Nations einen Award gewinnen. Eliana Glogauer und Daniel Gindis haben im DISEC mit ihrem überragenden Engagement den “Best Diplomacy”-Award nach Hamburg gebracht. Gerade in so einem großen Komitee ist diese Leistung außergewöhnlich, aber mit ihrem unermüdlichen Einsatz während der Woche haben die beiden es geschafft, dass die von ihnen eingebrachte Resolution von einer Mehrzahl der Staaten unterstützt und somit verabschiedet wurde. Die Ehrung fand im Rahmen der Closing Ceremony statt und wir als gesamte Delegation haben uns sehr gefreut, diesen Erfolg beklatschen zu können. Nach der Closing Ceremony wurden allen Gewinner im Rahmen eines feierlichen Empfangs ihre Preise und Urkunden verliehen.

Daniel und Eliana
Unsere Delegierten Eliana Glogauer und Daniel Gindis mit ihren Urkunden

Unser Fazit lautet daher: Die 26. WorldMUN in Montreal war eine überaus gelungen organisierte Konferenz, deren Teilnahme wir als Delegation sehr genossen haben. Ein großer persönlicher Gewinn bei einer dermaßen international besetzten Konferenz ist natürlich immer der persönliche Austausch mit Studenten aus aller Welt. So konnten wir aus erster Hand erfahren, wie z. B. die politische Lage im Krisenland Venezuela wahrgenommen wird oder wie gefährlich das Leben als liberal eingestellter Mensch in Pakistan sein kann. Zudem konnten diejenigen von uns, die an der nächsten Ausgabe unserer eigenen Konferenz, der Hamburg Model United Nations im Dezember, wertvolle Erfahrungen für die Organisation machen.

Auch in diesem Jahr gilt unser größter Dank Frau Dr. Hedwig-Else Dürr von der Dürr-Stiftung (http://www.duerr-stiftung-hamburg.de/), die unsere Reise nach Kanada erst möglich gemacht hat.

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